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Beirut

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Beirut (arabisch ‏بيروت‎ Bairūt) ist die Hauptstadt des Libanon. Sie liegt an der Levanteküste am östlichen Mittelmeer, ungefähr in der Mitte des Landes in Nord-Süd-Richtung.

Beirut ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes mit vielen Verlagen und Universitäten, unter anderem der Amerikanischen Universität Beirut. Die Stadt wurde vor dem Libanesischen Bürgerkrieg (1975–1991) oft als „Paris des Nahen Ostens“ bezeichnet.

Die genaue Einwohnerzahl der Stadt ist unbekannt, da die letzte Volkszählung im Jahre 1932 durchgeführt wurde. 1991 betrug die Zahl schätzungsweise 1,5 Millionen, 2001: 2,1 Millionen Einwohner in Beirut und der Umgebung.

Beirut ist die konfessionell vielfältigste Stadt des Landes und des Nahen Ostens überhaupt. In ihr leben Christen (Maroniten, Griechisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, Syrisch-Katholische, Armenisch-Orthodoxe, Armenisch-Katholische, Römisch-Katholische und Protestanten), Muslime (Sunniten und Schiiten) sowie Drusen. Fast alle Juden haben Beirut seit 1975 verlassen. Der genaue Anteil der Konfessionen der Bevölkerung ist auch unbekannt, weil die Konfessionsangehörigheit der Einwonhner in der letzten Volkszählung im Jahre 1932 befragt wurde. 50 % waren Christen (davon 30 % Maroniten, gefolgt von Griechisch-Orthodoxen mit 16 %), 50 % Muslime, 30 % davon Schiiten. Es ist möglich, dass die Mehrheit der Bevölkerung heute Muslime sind; und unter den Muslimen die Schiiten die Mehrheit sind. Dabei ist der Norden von Beirut überwiegend von Sunniten und Christen bewohnt. Der Osten Beiruts ist überwiegend von Christen bewohnt, der Westen überwiegend von Sunniten. Der Süden Beiruts ist überwiegend von Schiiten bewohnt.Während die Stadtentwicklung bis ca. 1840 auf ein relativ kleines Areal beschränkt war, fand unter spätosmanischer Herrschaft eine Ausdehnung auf die Bereiche außerhalb der Stadtmauern statt. Die zunächst sehr lose Bebauung verdichtete sich im Laufe der Zeit, vor allem entlang der wichtigen Ausfallstraßen nach Tripoli im Norden, Damaskus im Osten und Sidon im Süden. Innerhalb der Stadtmauern wurden unter spätosmanischer Herrschaft zwei Durchgangsstraßen geschaffen.

Während der Mandatszeit baute man diese Schneisen mit der Implementierung eines sternenförmigen Hausmannschen Straßenschemas aus, so dass das mittelalterliche Beirut fast vollständig überformt wurde. Die Stadt wuchs aufgrund von Zuwanderungsbewegungen schnell an und es kam neben der Ausdehnung nach Süden zu einer Verdichtung in den zentrumsnahen Quartieren.

Der Bürgerkrieg (1975–1990) führte neben der Zerstörung der Bausubstanz zu umfangreichen Vertreibungsprozessen, die eine verstärkte religiöse Segregation der Stadt entlang der “Green Line” zur Folge hatte.

Für den Wiederaufbau des Stadtzentrums wurde 1994 die private, als Aktiengesellschaft organisierte Wiederaufbaugesellschaft Solidere von Rafik Hariri gegründet. Der Name Solidere steht für Société libanaise pour le développement et la reconstruction de Beyrouth (Gesellschaft für die Entwicklung und den Wiederaufbau von Beirut).

Aktuelle Informationen über Beirut gibt es hier ->

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